Strahlenschutz und Schadstoffgruppe

Geschrieben von Harald Schmida am .

Die Strahlenschutz- und Schadstoffgruppe des Bezirks Korneuburg stellt sich vor...


Gruppenkommandant
Gerhard Mantlik
FF Stockerau

Gruppenkommandantstellvertreter
Gerald Heberger
FF Stockerau
     
Christoph Trimmel
FF Stockerau
Matthias Rimpfl
FF Stockerau
Thomas Weigensam
FF Stockerau
Mario Glocker
FF Stockerau
       
Martin Schretzmeier
FF Stockerau
Michael Hainzlmaier
FF Pettendorf
Gerald Heindl
FF Zissersdorf
Gerald Führer
FF Seitzersdorf-Wolfpassing
       
 
Sylvia Weilner
FF Perzendorf
Tamara Moser
FF Oberzögersdorf
Gerald Friczmann
FF Klein Engersdorf
 

Ein Überblick über die Strahlenschutz- und Schadstoffgruppe:

Die „Schadstoff- und Strahlenschutzgruppe 9“besteht organisatorisch aus der Strahlenschutzgruppe 9, welche dem Sonderdienstkommando Strahlenschutz des NÖLFV nachgereiht ist, und der Bezirks- Schadstoffgruppe des BFKDO Korneuburg.

Nach einer fast eineinhalb Jahre dauernden Aufbauphase haben wir im Sommer 2008 unser Ziel erreicht, und die Strahlenschutz- und Schadstoffgruppe 9 (kurz SSG 9) konnte beim BFKDO als einsatzbereit gemeldet werden!

Unsere Gruppe besteht aus an dieser Materie besonders interessierten Feuerwehrmitgliedern aus den verschiedensten Feuerwehren des gesamten Bezirks. Den Kern der SSG 9 bildet eine kleine Gruppe der FF Stockerau, welche einerseits das KDO stellt, andererseits in Zusammenarbeit mit dem Team der Stockerauer Atemschutzwerkstätte auch die Logistik im Bereich Atem- und Körperschutz stellt.

Ziel unserer Gruppe ist es, bezirksweit beim Abarbeiten von Schadstoffeinsätzen ab der Alarmstufe S2 in personeller (Schutzanzugträger) sowie materieller Hinsicht die örtlich zuständigen Feuerwehren zu unterstützen sowie dem Einsatzleiter mit diversen Nachschlagewerken, Stoffinformationen und dgl. beratend zur Seite zu stehen. Die Einsatzleitung bleibt dabei jedoch ausschließlich immer bei der örtlich zuständigen Feuerwehr!

Die SSG 9 stellt insofern einen Sonderfall dar, da unsere Gruppe über kein eigenes GSF (= Gefährliche Stoffe Fahrzeug), sondern im Alarmfall mit dem uns zur Verfügung stehenden TANK 2 der FF Stockerau über ein Fahrzeug mit einer erweiterten Erstschlagsausrüstung sowie über den Atem- und Körperschutzcontainer der FF Stockerau (mit aufgerüsteter Sonderausrüstung zum abdichten, umpumpen, dekontaminieren, Gasschutzanzüge inkl. Fremdbelüftung usw. …) verfügt.

Im Einsatzfall steht uns der WLA "Atem- und Körperschutz" sowie das GTLF-A der FF Stockerau zur Verfügung

Die SSG 9 kann jederzeit über die BAZ Stockerau angefordert werden. Im Anlassfall wird die erste ausrückende Welle durch Schadstoffgruppeneigenes Personal der FF Stockerau gestellt (welche über eine eigene Pagerschleife alarmiert werden können), die zweite dann durch die fast zeitgleich alarmierten Mitglieder der auf den Bezirk verteilten FFen, welche dann ebenfalls zur Verfügung stehen. Aufgrund dessen ist es uns möglich, bei Anforderung innerhalb einer relativ kurzen Zeit ausrücken und dennoch auf qualifiziertes Personal aus dem geamten Bezirk setzen zu können.

Die SSG veranstaltet intern monatlich mindestens eine theoretische Fortbildung oder praktische Übung, nimmt jährlich an zwei landesweit organisierten Strahlenübungen teil und steht auch gerne allen Feuerwehren des Bezirks für Übungen und Fortbildungen mit Personal und Sondergeräten zur Verfügung.

   

An spezieller Ausrüstung steht uns überblicksmäßig folgendes zur Verfügung:

  • 6Stk. Schutzstufe 3 Gasschutzanzüge inkl. Fremdbelüftung
  • Möglichkeit der Dekontamination von Schutzanzugträgern, sofern keine Sonderdekomittel erforderlich
  • Mehrfachgasmessgeräte sowie ein Probenahmeset
  • Säureschutzanzüge der Schutzstufe 2
  • Strahlenmessausrüstung für Alpha, Betha - und Gammastrahlung
  • Auffangbehälter, Fasspumpen, diverses Abdichtmaterial ...
  • EDV- unterstützte Nachschlagewerke für gefährliche Stoffe

Der Teilbereich Strahlenschutz der SSG 9:

Die Strahlenschutzgruppen der Niederösterreichischen Feuerwehren sind ein sogenannter „Sonderdienst“ des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrkommandos. In der Regel gibt es in jedem Verwaltungsbezirk eine Strahlenschutzgruppe, welche in jenen Fällen, in denen Freiwillige Feuerwehren im Einsatz mit radioaktiven Strahlern konfrontiert werden, zum Einsatz kommt. Unsere Strahlenschutzgruppe stellt organisatorisch gemeinsam mit der Schadstoffgruppe 09 eine Einheit dar, im Anlassfall kommen aber nur Mitglieder mit einer besonderen, mehrtägigen Ausbildung zum Einsatz.

Die Strahlenschutzgruppen unterstützen dabei dann den örtlichen Einsatzleiter durch ihr Fachwissen und ihre spezielle Ausrüstung, welche das Aufspüren und Bewerten von Umfang und Größe einer Verstrahlung ermöglicht. Seit kurzem kann dies in unwegsamen Gelände auch GPS-unterstützt erfolgen. Die Kernaufgabe der Strahlenschutzgruppen ist dabei aber immer der „Eigenschutz“ der eingesetzten Einsatzkräfte der Feuerwehr, die die Gefahren durch Strahler nicht selbst abschätzen können. Da es sich hierbei um einen „Sonderdienst“ handelt, müssen auch die Mitglieder bestimmte Voraussetzungen mit sich bringen. Ein naturwissenschaftliches Interesse gehört genau so dazu wie mehrere mehrtägige Spezialausbildungen in der Niederösterreichischen Landesfeuerwehrschule. Zumindest zwei jährliche Übungen mit echten Strahlenquellen runden dies ab. Weiters besteht auch eine enge Partnerschaft mit dem Forschungszentrum Seibersdorf sowie der ABC- Abwehrschule des Österr. Bundesheeres.

Die Strahlenschutzgruppe des Bezirkes Korneuburg hat momentan rund 20 Mitglieder. Die Strahlenmessgeräte sind bei der FF Stockerau stationiert, die Mitglieder kommen jedoch nicht nur aus Stockerau, sondern von vielen Feuerwehren des ganzen Bezirkes. Alarmiert wird diese Gruppe im Einsatzfall durch die Bereichsalarmzentrale Stockerau. Der Einsatzbereich ist grundsätzlich der Verwaltungsbezirk Korneuburg. Da es sich beim Strahlenschutz wie schon erwähnt um einen Sonderdienst des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrkommandos handelt, kann die Gruppe jedoch in ganz Niederösterreich zum Einsatz kommen.

Kontaktinformation:

Für Informationen und Anfragen bzgl. der SSG9 stehen wir ihnen gerne unter folgender Emailadresse zur Verfügung:

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