Verbrennen im Freien

Geschrieben von Harald Schmida am .


Im Bundesgesetzblatt wurde das flächenhafte Verbrennen von biogenem Material ganzjährig verboten. Für die Ausbildung von Bundesheer und Feuerwehr wurde im genannten Bundesgesetzblatt eine Ausnahmeregelung erteilt. Diese Organisationen sind für Selbstschutzausbildungen zur Durchführung berechtigt. Aufgrund der Regelung in diesem Bundesgesetzblatt hat das Land Niederösterreich folgende Ausnahmeregelung beschlossen:
  • Das Abbrennen von Stroh auf Stoppelfeldern ist erlaubt, wenn auf diesen Flächen im Rahmen des Herbstanbaues Raps oder Wintergetreide (Winterweizen, -roggen, -gerste oder Triticale) ausgesät werden sollen.
     
Das Verbrennen von Stoppeln und Stroh von Getreide oder Mais ist erlaubt, wenn nachstehende Schädlinge oder Pilzkrankheiten epidemieartig auftreten:
  • Getreidehalmwespe
  • Rote Weizengallmücke
  • Sattelmücke
  • Halmbruchkrankheiten
  • Schwarzbeinigkeit
  • Septoria

Für die oben genannten Ausnahmen bedarf es einer Genehmigung der Gemeinde!!!


Ebenso ist das punktuelle Verbrennen von biogenem Material außerhalb von Anlagen in der Zeit von
1. Mai bis 15. Septmeber verboten. Ausnahmen hierfür sind:
  • Lagerfeuer, Grillfeuer und Feuer im Rahmen von Brauchtumsveranstaltungen
  • Abflammen von bewachsenen und unbewachsenen Böden als Maßnahme des Pflanzenschutzes
  • Räuchern im Obst- und Weingartenbereich als Maßnahme des Frostschutzes
  • das punktuelle Verbrennen im Rahmen von Übungen des Bundesheeres und der Feuerwehren

Das punktuelle Verbrennen biogener Materialien aus dem Hausgartenbereich und aus dem landwirtschaftlich nicht intensiv genutzten Haus- und Hofbereich außerhalb von Anlagen wurde ganzjährig verboten.