Slowenien

Geschrieben von Harald Schmida am .

KHD Einsatz der Noe Feuerwehren in Slowenien

Am frühen Dienstagmorgen bricht eine Ablöse von Stockerau in Richtung Gralla – Steiermark auf um die in Slowenien vor Ort befindlichen Kameraden abzulösen. Das Team welches die nächsten Tage gemeinsam in Slowenien verbringen wird setzt sich aus HBI Brodesser Leopold FF Sierndorf, BR Schuller Reinhard FF Stripfing, HBI Schantl Christian FF Deutsch Wagram und HBI Richentsky Roland FF Stockerau zusammen. Gegen 06:45 Uhr trifft man in Gralla ein und nach kurzer Besprechung mit dem Führungsstab geht es weiter in Richtung Marburg. Gegen 09.45 Uhr ist man im Hauptquartier in Logatec eingelangt und erhält durch die Einsatzleitung KHD NÖ eine Einweisung in die aktuelle Lage.
Danach geht es weiter in das rd. 60 km entfernte Einsatzgebiet, die Region Kamnik welche als Bereich KHD Ost definiert wurde.
Nach Besprechung mit den abzulösenden Kameraden, wird der Einsatzabschnitte Bereich Ost mit den Aggregaten Hollabrunn, Stockerau, Gänserndorf und Poysdorf übernommen. Diese vier Aggregate Betreiben einige entlegene Gebäude die 7 km außerhalb der Ortschaft Stahovica liegen. Aggregat Gänserndorf befindet sich in Zaplana, es steht an einer Trafostation und versorgt die dort befindliche Ortschaft. Die abgelöste Mannschaft tritt die Heimreise Richtung Österreich an.
Nach einer Zusammenkunft mit dem vor Ort verantwortlichen Zivilschutz, folgt eine Kontrolle der im Einsatzgebiet befindlichen Aggregate. In den letzten Tagen hat es geregnet. Durch den gefrorenen Boden, steht das Oberflächenwasser auf den Äckern. Kleinere Bäche sind angeschwollen und führen Hochwasser. Auch während unserer Kontrollfahrt regnet es. Nach Beendigung der Kontrolle folgt ein Lagebericht an das Hauptquartier KHD NÖ.
Auch am nächsten Tag werden sämtliche Aggregate kontrolliert. Die Geräte werden betankt und auf Funktion überprüft. Bei der Fahrt durch das weitläufige Einsatzgebiet sind geknickte Strommasten, durchhängende und teilweise gerissene Stromleitungen ersichtlich. Entlang von Strassen und Wegen wurde seitlich Bruchholz abgelegt. Bäume und Gehölz welches der schweren Eislast nicht Stand hielt war geknickt und versperrte Strassen und Zufahrtswege. Durch die Einsatzkräfte wurde hier an den vorangegangenen Tagen hervorragende Arbeit geleistet. Viele Verkehrswege wurden von gebrochenen Bäumen freigemacht.
Bei unseren Kontrollfahrten hatten wir auch Kontakt mit der Bevölkerung. Diese zeigte sich uns gegenüber sehr herzlich und Dankbar für die geleistete Hilfe.
Man konnte auch beobachten wie die Aufbauarbeiten wieder voran schritten. Durch Militär und Firmen wurden Strommasten gesetzt und dadurch war sukzessive wieder eine Netzversorgung gegeben.
Nach weiterer Besprechung mit dem Zivilschutzverband und KHD NÖ folgte am Donnerstagvormittag ein Abbau der im Bereich Ost befindlichen Aggregate. Diese wurden von Spezialfahrzeugen abgeholt und an einen Sammelplatz überstellt.
Nach Verabschiedung von den vor Ort befindlichen Zivilschutzverantwortlichen wurde nach Rücksprache mit KHD NÖ der Bereich Ost am Donnerstag gegen 12.00 Uhr aufgelöst.