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Feuerwehrrettungsboot (FRB)

 

 

1. Allgemeines

Das Feuerwehrrettungsboot (FRB) der Freiwilligen Feuerwehr Stockerau ist ein universal einsetzbares Wasserfahrzeug, das speziell für den Einsatz auf der Donau und deren Nebenarme ausgelegt ist. Es dient der Menschenrettung und technischen Hilfeleistung im Wasserbereich.

Das Boot ist als Aluminium-Gleiter konstruiert, wodurch es robust, witterungsbeständig und leicht transportierbar ist. Durch die Bauweise kann das FRB sowohl bei ruhigem Wasser als auch in der Strömung sicher manövriert werden.


2. Technische Daten

  • Länge: ca. 6,0 m
  • Breite: ca. 2,0 m
  • Tiefgang: ~ 0,3 m
  • Rumpfmaterial: seewasserbeständiges Aluminium
  • Antrieb: Außenbordmotor, 60 PS Benzinmotor (4-Takt)
  • Besatzung: 2–8 Feuerwehrmitglieder
  • Zulässige Traglast: ~ 1.000 kg
  • Zulassung: Binnengewässer (Österreichische Wasserstraßen, Donauabschnitt Stockerau)

3. Antriebsanlage

Der 60-PS-Benzin-Außenbordmotor ermöglicht:

  • eine Maximalgeschwindigkeit von ca. 40–50 km/h, abhängig von Strömung und Beladung,
  • hervorragende Manövrierfähigkeit, auch bei starkem Strom,
  • sicheres An- und Ablegen an steilen Ufern,
  • rasches Erreichen von Einsatzorten auf freier Donau.

Die Anlage ist für den Dauerbetrieb ausgelegt und bietet genügend Leistungsreserve, um auch bei voller Beladung mit Mannschaft und Ausrüstung sicher zu fahren.


4. Einsatzmöglichkeiten

Das FRB ist ein multifunktionales Einsatzmittel im Wasserdienst der Feuerwehr. Typische Aufgaben:

4.1 Menschenrettung

  • Aufnahme von Personen aus dem Wasser (z. B. nach Badeunfällen oder Schiffsunfällen)
  • Evakuierungen von überfluteten Gebieten
  • Transport von Notärzten und Sanitätern an schwer zugängliche Stellen

4.2 Technische Einsätze

  • Unterstützung bei Bergung von Fahrzeugen oder Gegenständen aus der Donau
  • Transport von Gerät (z. B. Pumpen, Schläuche, Stromaggregate) in überschwemmte Gebiete
  • Einsatz bei Hochwasserlagen für Erkundung und Versorgung

4.3 Logistik

  • Materialtransport entlang der Donau oder in Überschwemmungsgebieten
  • Versorgung abgeschnittener Ortschaften mit Lebensmitteln und medizinischen Gütern

5. Zusatzausstattung

  • Rettungsausrüstung: Wurfleinen, Rettungsringe, Spineboard
  • Kommunikation: Funkgeräte (digital), Signalhorn
  • Navigation: Positionslichter nach Schifffahrtsordnung
  • Sicherheitsausstattung: Schwimmwesten für alle Besatzungsmitglieder, Feuerlöscher, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Beil
  • Anker- und Schleppausrüstung für Sicherungs- und Bergungsaufgaben

6. Vorteile im Einsatz

  • Hohe Flexibilität durch geringen Tiefgang – auch in seichten Bereichen einsetzbar
  • Schnelligkeit durch 60-PS-Antrieb – ideal für Rettungseinsätze in großen Flussabschnitten
  • Robustheit dank Aluminiumrumpf – widerstandsfähig gegen Treibgut und Eis
  • Vielseitigkeit – Rettung, Transport und Katastrophenschutz in einem Boot